Die Ausbildung zum Psychotherapeuten: eine gefragte Alternative zum Psychologie-Studium

Immer mehr Menschen suchen Unterstützung bei psychischen Problemen. Die Nachfrage nach qualifizierten Psychotherapeuten und -therapeutinnen steigt dementsprechend. Betroffene müssen oft lange warten, bevor sie einen Platz bei einem Psychotherapeuten oder einer Psychotherapeutin finden. Wer etwas daran ändern und selbst helfen möchte, hat unterschiedliche Möglichkeiten, therapeutisch tätig zu werden.

Der Klassiker ist das Psychologie-Studium oder ein Medizinstudium für Psychiater und Psychiaterinnen, die auch Medikamente verschreiben dürfen. Alternativ dazu können sich Personen mit mentalen Problemen auch an einen Heilpraktiker oder eine Heilpraktikerin für Psychotherapie wenden. Wir von der Atropa Akademie klären über die Ausbildungsinhalte auf sowie über Verdienstmöglichkeiten und die Nachfrage von Patienten und Patientinnen.

Zwei Frauen bei einer Psychotherapiestunde

Adobe – loreanto

Inhaltsverzeichnis

    1. Ausbildungsschwerpunkte
    2. Verdienstmöglichkeiten
    3. Lohnt sich der Heilpraktikerberuf

Das Wichtigste in Kürze

      • In der Psychotherapie-Ausbildung lernt man alles Wichtige, um psychotherapeutische Arbeit zu leisten.
      • Da immer mehr Menschen psychologische Unterstützung suchen, gibt es gute Berufschancen.
      • Der Heilpraktikerberuf lohnt sich im Vergleich zum Psychologie-Studium für alle, die gerne zeitnah arbeiten und sich auf psychotherapeutische Methoden fokussieren möchten.

Ausbildungsschwerpunkte

Die Ausbildung zum Heilpraktiker für Psychotherapie beinhaltet maßgeblich drei Teile:

        • Grundlagen der Psychologie und Psychopathologie
        • Beratungs- und Therapiemethoden
        • Prüfungsvorbereitung

In der Psychotherapie-Ausbildung werden verschiedene Störungsbilder, etwa affektive oder neurotische besprochen sowie Verhaltensauffälligkeiten und Entwicklungsauffälligkeiten. Aber auch Gesetzeskunde, Hypnose, Abhängigkeiten, Gesprächsführung und Existenzgründung sind Themen, mit denen man sich beschäftigt.

Die Psychotherapie-Ausbildung dauert im Vergleich zum Psychologie-Studium kürzer und hat dennoch viele Schnittstellen. Allerdings liegt der Schwerpunkt mehr auf praktischen Anwendungen, während ein Studium mehr wissenschaftliche Methoden fokussiert.

Hinzu kommt, dass das Studium in der Regel mit einem akademischen Abschluss wie dem Bachelor oder dem Master endet. Die Psychotherapie-Ausbildung hingegen bietet kaum eine Möglichkeit zur Zulassung als Psychotherapeut. Wer therapeutisch tätig sein und Menschen fachlich kompetent bei psychischen Problemlagen unterstützen möchte, ist hier dennoch gut aufgehoben.

Verdienstmöglichkeiten

Der Verdienst hängt von verschiedenen Faktoren ab. Viele gehen nach der Ausbildungszeit den Schritt in die Selbstständigkeit. Gängig ist dann ein Stundenlohn, der zwischen 40 Euro und 120 Euro liegt. Wie bei jeder Selbstständigkeit gilt es hier zu beachten, dass von diesem Verdienst diverse Kosten gedeckt werden müssen, etwa für Versicherungen, Steuern und Miete für die Praxisräume.

Erfahrene Therapeuten und Therapeutinnen verdienen in der Regel mehr als Berufseinsteiger und -einsteigerinnen. Zudem schwankt das Gehalt regional. In seltenen Fällen ist außerdem die Zusammenarbeit mit Versicherungsunternehmen möglich. Die meisten Krankenversicherungen tragen die Kosten jedoch nicht.

Lohnt sich der Heilpraktikerberuf?

Die Nachfrage nach Unterstützung bei psychischen Problemen ist groß. Häufig müssen Betroffene mehrere Monate warten, bevor sie einen Therapieplatz erhalten – Zeit, die viele eigentlich gar nicht haben, weil die Beschwerden akut sind. Heilpraktiker und Heilpraktikerinnen für Psychotherapie können an dieser Stelle viel Last abnehmen.

Denn oft finden Menschen mit psychischen Problemen hier deutlich schneller Unterstützung. Die Berufschancen für sind dementsprechend gut und der Beruf stellt eine sinnvolle Alternative zum Psychologie-Studium dar.

Vor allem all jene, die ihren Fokus auf praktische Techniken legen und sich sowieso auf psychotherapeutische Arbeit beschränken möchten, sind mit der Ausbildung bestens beraten – ausgezeichnete Berufschancen und einen wertvollen Beitrag für die psychische Gesundheit vieler Menschen inklusive. Wer sich noch nicht ganz sicher ist, ob dieser Bildungsweg passend ist, findet bei der Atropa Akademie zahlreiche weitere Ausbildungen.

Aus der Verbandszeitschrift des Internationalen Tierheilpraktikerverbandes e.V. „tierisch geheilt“ | Ausgabe VI/2020

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