Endophyten – pflanzeneigene Giftstoffe

Kein Lebewesen will sich zugrunde richten lassen – aus diesem Grund schützen sich auch Gräser vor dem Befall mit Pilzen, Keimen oder Parasiten. Das ist ein ganz normaler Vorgang.

Das Problem: in der Vergangenheit wurden Grassorten gezüchtet, die sehr widerstandsfähig sind, weil dadurch der Ertrag entsprechend höher ist.

Diese Gräser stehen nun auf Pferdeweiden und bekommen oftmals extremen Stress, weil sie
• permanent abgefressen werden
• sehr tief abgefressen werden
• der Boden durch Huftritte zerstört wird
• auf abgefressenen Flächen Hitze, Regen, Frost etc.
mehr angreifen können.

Das bedeutet, dass diese Gräser wesentlich mehr Endophyten bereitstellen müssen, um überhaupt zu überleben.
Endophyten verursachen im Pferdekörper diverse Störungen, weil durch sie eine permanente Vergiftung im Organismus stattfi ndet. Im Buch „Giftige Gräser auf Pferdeweiden“ schreibt Renate Vanselow sehr fundiert zu diesem Thema, zu den einzelnen Endophyten und deren Auswirkungen.

Unser Fazit: Pferde brauchen frisches Gras mit allen Vitalstoffen, aber es muss sehr darauf geachtet werden, dass Wiesen nicht „überweidet“, d. h. komplett abgefressen und zertreten werden. Die Gräser brauchen immer wieder Erholungszeit, um nicht gestresst zu sein – dadurch erhalten wir uns die Gesundheit unserer Pferde!

Verbandszeitschrift des Internationalen Tierheilpraktikerverbandes e.V.
als Beilage in der Zeitschrift „tierhomöopathie“ | Ausgabe III/2014